Die Surentaler geben auch am Gardasee Vollgas :-)

Aufgrund der Kommentare im internen Whats App Chat hätte man

meinen können, dass am Tag vor der Abfahrt an den Gardasee

Weihnachten kurz vor der Türe steht.

Die Vorfreude auf das langersehnte und vor zwei Jahren

gebuchte Trainingslager-Arrangement in Desenzano war gross.

Nicht weniger als 21 gestandene Männer der Senioren 40+ des Team Surental

machten sich also auf den Weg in die Weinregion in der Nähe Valpolicellas,

wo auch Fussball gespielt werden sollte.

Obwohl… 40+ ist etwas Augenwischerei. Die meisten von Ihnen befinden sich bereits ännet des 50igsten.

 

Die Fahrt wie auch der Hotelbezug verlief nach Plan und keiner beanstandete

der ihm zugeordnete Zimmerpartner. Nach einer ersten Beschnupperung

der Umgebung standen wir am Nachmittag bereits auf der grünen Matte im Stadion.

Ruedi bereitete wie gewohnt eine abwechslungsreiche Einheit vor,

welche wir nach erfolgreichem Abschluss mit einem verdienten Bier abrundeten.

Ja es verleitete den Einen oder Anderen noch ein zweites «Büchslein» mit einem vertrauten «Zschsch» aufzumachen.

 

Ein gemütlicher Abend im Hotel (mit dem überraschenden Aus der italienischen Nationalelf) mündete an der Bar, wo der Keeper stets um eine

gedämpfte Lautstärke bemüht war (auch hier: Schschscht!)

Mit Blick auf das Training von morgen Vormittag wollten wir aber nicht

den Anfängerfehler begehen, gleich am ersten Abend in

die Gin Tonic-Falle reinzufallen.

Einige Herren scheinen die Lehren aus früheren Anlässen gezogen zu haben.

 

Bei wunderbaren Wetterverhältnissen durften wir auf dem neuen Kunstrasen

zum zweiten Training antreten. Da und dort war ein Ächzen zu vernehmen,

auch Mintschu liess seine Rundläufe ein erstes Mal aus.

Nach einigen taktischen Übungen musste es ja schliesslich kommen: Das sogenannte «Todesspiel»… Insider wissen schon, um welche Spielform es sich handelt.

Wir «überlebten» alle, ja es gab sogar einige fussballerische «Schmankerl» zu bestaunen. Die Belohnung sollte prompt wie gewohnt im Kühlraum gefunden werden.

Auf das ausgeschwärmte Detachement war Verlass und organisierte

ein kühles Blondes für die enorm wichtige Phase der raschen Regenerierung.

 

Nach einem üppigen Mittagessen ging es zeitlich straff weiter.

Ein Ausflug auf ein Weingut im Valpolicella, von wo her wir den Ripasso

und natürlich auch den Amarone kennen, stand auf dem Programm.

Es war die bisher beste aller Weindegustationen, da waren wir uns einig, vergessen der ominöse «Frantscha die Corta».

 

Ein paar Gläser später fand der Abend seine Fortsetzung in einem

einheimischen Lokal in Desenzano, wo sich die Stimmung der Mannschaft

weiter erheiterte. Auch hier geizten die Wirte nicht und servierten

eine Lukullusbombe nach der anderen. Ein war ein gastronomischer Volltreffer!

Wir konnten nicht anders, als uns mit ein paar gesanglichen Einlagen zu bedanken,

wobei unser Teamsong «La Montanara» nur der Anfang sein sollte.

Nun kochte der Kessel im Locanda definitiv! Herrlich.

 

Am morgen danach war jedem klar, dass er wohl etwas zuviel «gegessen» hatte.

Anders lässt sich die Zaghaftigkeit im ersten Teil des Trainings nicht erklären.

So benötigte es mindestens 20 Versuche, bis die Torwarte beim Schusstraining

ein erstes Mal bezwungen werden konnten. Erst beim abschliessenden Spiel

bei gefühlten 30 Grad ging es wieder hoch zu und her.

Die Emotionen wurden beim Team «Underdog» hochgefahren, beim vermeintlichen Favoriten in Überzahl wurden diese zwischenzeitlich «an die Wand gefahren».

Die Frage nach der Vergabe der Stammplätze musste nach diesem Spiel

erneut diskutiert werden.

 

Die Zeit nach dem Mittagessen nutzte unser «Keyspeaker» Alex,

den Organisator dieses grossartigen Weekends zu verdanken.

Ruedi, super gemacht!

Auch unsere beiden zuverlässigen Fahrer Andi und Grubi erhielten ein Sonderlob.

Die kurze Mittagspause war jetzt jedem gegönnt, bis der Ausflug

mit dem Zug zum benachbarten Brescia bevorstand.

Da und dort drohte bereits die Kehle auszutrocknen.

Zum Glück fanden wir aber noch rechtzeitig eine Apero-Bar.

Die Gesichter erhellten sich wieder etwas. Einzig Ruedis Gemütslage verdunkelte sich,

als er von seinem Reko-Trip vom vorreservierten Lokal zurückkam.

Hat er da etwas voreilig einen Blindflug riskiert? Ja hat er.

Das Take-Away -Lokal in einer einsamen Nebengasse glich eher einer Nähstube,

und die Bestuhlung wie vor einem Kindergeburtstag.

Doch kulinarisch gab es nichts auszusetzen und die kalorienreiche

sizilianische Kochkunst wurde uns nach allen Regeln der Kunst vorgeführt.

Auch hier wollten wir uns nicht verabschieden, ohne Danke zu sagen… la Montanara hallt jetzt noch im kargen Raum nach. Glück gehabt.

 

Während Elmi den Bahnhof Brescia wie ein Duracel -Männchen unterhielt,

schwanden da und dort die Kräfte. Eine Gruppe rettete sich in

die nahegelegen Shisha Bar, andere bevorzugten die weiche Couch im Hoteleingang.

Wer jetzt die Beine nicht spürte, musste sich wohl geschont haben.

 

 

Ein letztes, herzhaftes Frühstück, ein obligates Mannschaftsphoto am See

und schon waren wir wieder unterwegs zurück in die Schweiz.

 

Es war wiederum ein gelungenes Trainingslager,

welches Sport und Kultur perfekt vereinte.

Das Team Surental kommt gefestigt und gut gerüstet aus dem Fit-Check

und kann den Rückrundenbeginn kaum erwarten.

Schön, dass wir solche Emotionen und bleibende Erinnerungen in unseren «Lebensrucksack» einpacken durften!

Es ist ein Privileg…